Die letzten Wikinger fahren in der Hochseefischerei

Cuxhavens Hochseefischerei 1960 bis 1990

Die letzten Wikinger fahren in der Hochseefischerei

Mit dieser Werbung lockte der Verband der Hochseefischer in den 1960er Jahren zahlreiche junge Männer als Arbeitskräfte an Bord der Fangschiffe. Hochseefischerei stand damals wie heute für harte Arbeit in den rauen Gewässern des Nordatlantik, aber auch für die Möglichkeit, schnell gutes Geld zu verdienen.

Die deutsche Hochseefischerei befand sich Anfang der 1960er Jahre in einer tiefgreifenden Umbruchphase. Die Zeit der alten Kohledampfer war vorbei, die Zukunft gehörte den modernen Motorschiffen, die sich schnell zu schwimmenden Fabriken entwickelten.

Wer sich dafür entschied, auf einem der neuen Fangschiffe anzuheuern, der musste dem Leben an Land für bis zu drei Monate Lebewohl sagen. Wochenenden gab es an Bord nicht, gearbeitet wurde in einem Schichtsystem rund um die Uhr. Freizeit war knapp, der Rhythmus von Fang und Verarbeitung ließ gerade genug Zeit für Mahlzeiten und Schlaf.

 

Öffnen des Netzsteerts. Foto Manfred Koch, Sammlung Dieter Kokot
Öffnen des Netzsteerts. Foto Manfred Koch, Sammlung Dieter Kokot